Summary: Kontaktwege, Geschäftsprozesse und Konversion der Wertschöpfungskette / Supply Chain im Modell | www.iBusiness-Intelligence.org

Kontaktwege, Geschäftsprozesse und Konversion der Wertschöpfungskette

Die Feststellung der Zustände des gesamten Werschöpfungsprozesses in Form von aktiven und passiven Ereignissen ermöglicht die Zuordnung in Ereignis- oder Kontaktzyklen. Dafür werden die Ereignisse innerhalb der Zeitlinie bestimmt, welche die Umgebungskonstante der Festellung und Aufzeichnung der Ereignisse mit oder durch den Konsumenten ermöglicht. Ereignisse finden immer innerhalb eines Systems und somit innerhalb eines abstrahierten Elementes des vorliegenden erarbeitenden Modells statt. Die Ereignisse können dabei einen direkten Bezug zu den Konsumenten oder einen indirekten, d.h. durch sie verursachten Bezug haben. Die Ereignisse sind immer Teil der Wertschöpfungskette und können einzelne Ergebnisprozesse darstellen.

Im Konsumenten-Markt entsprechen diese den Kontaktwegen der Konsumenten und in den ausführenden Systemen der Ausführung der Geschäftsprozessen des Unternehmens  Für die Feststellung eines Prozesses müssen die Ereignisse einen direkten Bezug zueinander haben, d.h. die ausführenden und aufzeichnenden Systeme müssen dabei Daten empfangen (Impression, passives Ereignis) oder Daten versenden (Interaktion, aktives Ereignis). Die Prozesse existieren dadurch systemisch und somit physikalisch in Form von gespeichertem Wissen über die Existenz (Messung) und den Inhalt der Zustände (Aufzeichnung der Ereignisse an den Ereignispunkten). Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um Ereigniszyklen. Diese können nur im Konsumenten-Markt entstehen und werden deshalb als Kontaktzyklen bezeichnet. Die Zuordnung der erfolgten Kontakte mit den Konsumenten in Zyklen erfolgt mit Hilfe der Defintion von Zeitperioden, welche die Wirkungskraft von Ansprachen definieren. Damit können Ansprachen ohne Wahrnehmungsbestätigung durch einen Konsumenten einem Kontaktzyklus zugerechnet werden. Durch die Zusammenfassung in Kontaktzyklen und die Feststellung von Kontaktwegen im Konsumenten-Markt können die Kontakte im Sinne der Wertschöpfung durch das Unternehmen gesteuert und optimiert werden.

Die Kontaktwege stellen den Weg des Konsumenten vom Markt zu den Verkaufspunkten des Unternehmens dar und müssen entsprechend direkte Wahrnehmungsbestätigungen (Interaktionen) beinhalten. Durch die Darstellung der ausführenden und aufzeichnenden Systeme in abstrahierte Elemente und der Verwendung von Schichten für die Unterscheidung der einzelnen Markt- und Unternehmensbereiche stellt das iBusiness Intelligence Modell eine Orientierungshilfe für die Gestaltung, Steuerung und Optimierung aller Ereigniszyklen, Ereignisprozesse und Geschäftsprozesse des Unternehmen dar.

Konversion der Wertschöpfungskette im iBusiness Intelligence Modell / Conversion Supply Chain Model Business Intelligence
Abbildung 91:Konversion der Wertschöpfungskette im iBusiness Intelligence Modell99

Die aufzeichnenden und messenden Quellsysteme stehen immer in einem Bezug zu den Konsumenten und zur eigenen Wertschöpfungskette. Die dabei entstehenden Daten sind dadurch geeignete Steuerungsdaten in einem Unternehmen. Das Unternehmen kann nicht das Konsumenten-Verhalten als solches messen und analysieren, sondern nur die Reaktionen der Konsumenten auf die eigenen Ansprachen, sowie auf Ansprachen der Konkurrenz im Markt. Dabei stehen dem Unternehmen mehr Daten über die Reaktion der Konsumenten auf die eigenen Ansprachen zur Verfügung, als dies bei den Ansprachen der Markt-Konkurrenten der Fall ist. Trotzdem können bereits viele Daten über die Mitstreiter um treue Konsumenten im Markt ermittelt werden. Dies hat insbesonders mit der zunehmenden Bedeutung des Internets und den Suchmaschinen zu tun. Suchmaschinen wie Google stellen heute für die Konsumenten zentrale, alternative Einstiegspunkte in die beschriebene und aufgezeichnete Welt dar und versuchen je länger desto mehr, sich entsprechend als die Portale der Welt zu etablieren. Darum sind sie heute schon lange keine reinen Suchmaschinen mehr, sondern beanspruchen das gesamte gesammmelte Wissen der Welt als eigene Inhalte, welche sie entsprechend aufbereitet, den Konsumenten zur Verfügung stellen zu können. Schliesslich sind Suchmaschienen auch kommerzielle Websites, welche mit ihren Leistungen für Konsumenten eine Wertschöpfung erzeugen müssen.

Da ein Unternehmen nur die Reaktionen auf die eigenen Ansprachen nachvollziehen kann, ist es auch nicht möglich, die lebensandauerende Konsum-Reise (engl. „Consumer Journey“ bzw. „Customer Journey“) von Konsumenten feststellen zu können. Unternehmen können aber ihre passiven und aktive Kontakte steuern und damit die Kontaktwege der Konsumenten für die eigenen Zwecke beeinflussen. Dabei ist zu beachten, dass die Konsumenten stets im Zentrum stehen müssen und ihnen nicht die eigenen Kontaktwege aufgedrückt werden sollten. Aus Sicht des Unternehemens müssen die Konsumenten dazu gebracht werden, regelmässig bestätigte Kontakt mit dem Unternehmen zu haben, damit Kontaktzyklen enstehen, welche Kontakt- bzw. Ereignisprozesse beinhalten und zu Ereignisprozessen an den Verkaufspunkten des Unternehmens führen. Dies ist die Voraussetzung, damit Ereignisprozesse an den Verkaufspunkten zu weiterführenden Geschäftsprozessen im Unternehmen führen, welche danach eine Konversion der Wertschöpfungskette bewirken.



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