Management-Summary der Masterarbeit: iBusiness Intelligence – Entstehung und Nutzung von Daten für die Unternehmenssteuerung im Online Business | www.iBusiness-Intelligence.org

Management Summary

„Daten können nicht sprechen – und werden es auch nie tun!“

Daten, als materielle Repräsentation von Wissen, entstehen durch Aufzeichnung von Zuständen und sind selber nicht zweckgerichtet. Die Aussagekraft der Daten hängt vom Wissen des Betrachters ab. Das Meta-Wissen zu vorliegenden Daten gibt ihnen ihre Bedeutung und das Kontext-Wissen ihre Aussage. Letzteres verweist daraufhin, wofür Wissen benötigt wird, und es beinhaltet das Bedürfnis des Betrachters. Die entstehende Information repräsentiert die Antwort der Anfrage an das aufgezeichnete Wissen über Zustände. Die Anfrage beinhaltet stets ein konkretes Bedürfnis nach oder eine Fragestellung für etwas. Bei der Interpretation des materialisierten, spezifischen Wissens wird beurteilt, ob die erhaltenen Daten dem Bedürfnis entsprechen und ausreichend für die Beantwortung der Anfrage sind. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich nur um Daten und nicht um eine Information. Die Information kann Basis zu einer Veränderung des bestehenden Wissens und einer Neubeurteilung vergangener erzeugter Informationen sein. Informationen repräsentieren den spezifischen Wissensabruf oder die Wissenserzeugung.

Der Business Intelligence (BI) Ansatz fokussiert die gezielte Wissensversorgung in einem Unternehmen und bedeutet für das Management eine elementare Unterstützung zur Entscheidungsfindung und Unternehmenssteuerung. BI ist deshalb kein System und keine Software, sondern ein integrierter unternehmensspezifischer Gesamtansatz zur betrieblichen Entscheidungsunterstützung, der die Informationstechnologien als Mittel für ihre Zwecke einsetzt. Mit dem Anspruch, den Managementebenen spezifisches geschäfts- und steuerungsrelevantes Wissen, Informationen, zur Verfügung zu stellen, wird ihnen Auskunft über die Zustände und die Entwicklung ihrer Steuerungsbereiche erteilt. Daher ist BI nicht ein technologisch reduzierter Ansatz, sondern wird von den Geschäftstätigkeiten bestimmt, für die Wissen für die Steuerung benötigt wird. Mittels BI wird das Wissen über Zustände zielgenau und adressaten-gerecht im Unternehmen verteilt. Damit können Wissenslücken in einem Unternehmen geschlossen und eine „Informationsüberflutung“ vermieden werden.

Zustände der Wertschöpfungskette eines Unternehmens können aufgezeichnet und quantifiziert werden. Bei der Quantifizierung werden sie gekennzeichnet und dadurch vermessen, was zu Steuerungszahlen bzw. Kennzahlen zu den Zuständen führt. Als nummerische Zeichen eignen sie sich für die Berechnung von Verhältnissen der Zustände, wie z. B. der Vergleich zu einem Vorgabewert. Die einzelnen Zustände sowie die daraus sich ergebenden Prozesse können auf diese Weise gesteuert und optimiert werden.

Das iBusiness Intelligence Modell bildet die Wertschöpfungskette eines Unternehmens ab, das heute vornehmlich mittels elektronischer Netzwerke betrieben wird. Der Fokus des iBusiness Intelligence Modells liegt auf dem Geschäft mit Konsumenten (B2C) und auf der Anbahnung der Wertschöpfung. Das iBusiness Intelligence Modell kombiniert dabei das traditionelle stationäre Geschäft mit jenem über das Internet und zeigt dabei auf, was das Internet für die Konsumenten darstellt und wie es konzeptionell in die nicht-digitale Welt eingeordnet werden kann.

Der iBusiness Intelligence Ansatz modelliert konzeptionell, wie die Wertschöpfungskette mithilfe von Indikatoren und Kennzahlen zu den Zuständen gesteuert werden kann. Das Augenmerk konzentriert sich auf die Konversion von möglichen zu aktiven, konsumierenden Kunden und damit auf die Kontakte des Unternehmens mit Konsumenten. Mit Hilfe des Modells können dabei die Formen der Kontakte erläutert und dabei aufgezeigt werden, wie die Formen der Kontakte und die Kontakte in Beziehung zu einander stehen und wie dies zu Kontaktzyklen und Kontaktwegen führt. Dabei wird aufgezeigt, dass Kontaktzyklen die Wertschöpfung beeinflussen und für das Unternehmen relevante Geschäftsprozesse und damit Teil der Wertschöpfungskette darstellen.

Mittels Business Intelligence wird die Bedeutsamkeit von Daten zu den Zuständen der Kontakt- und Geschäftsprozesse bewusst gemacht, mit dem Ziel einer optimalen Unternehmenssteuerung. Konzeptionell ist das iBusiness Intelligence Modell darauf ausgerichtet, das Geschäft mittels Internet besser zu ordnen und zu verstehen, und die Bedeutung der Kontakte eines Unternehmens mit den Konsumenten für den Unternehmenserfolg herauszustellen. Das Modell präsentiert somit einen Ordnungsrahmen und eine Orientierungshilfe, vor allem jedoch einen konzeptionellen Ansatz zur Unternehmenssteuerung und der Steuerung der Geschäftsprozesse mit Fokus auf die Kontakte mit Konsumenten.



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