Technologie als Unterstützung des Informationsmanagements | www.iBusiness-Intelligence.org

2.4.5. Technologie als Unterstützung des Informationsmanagements

Durch die zunehmende Technologiediffusion sind neue Phänomene und Symptome zu beobachten, denen nur durch einen ganzheitlichen und unternehmensweiten Ansatz entgegnet werden kann (vgl. Lehner, 2012, S. 8). «Der unkontrollierte Zuwachs an Informationen und die Anhäufung von Daten und Wissen auf Verdacht schafft also nicht automatisch eine verbessert Wissensversorgung» (Ebd. S. 8). Das Management von Wissen und Informationen sowie deren technologische Unterstützung werden darum zunehmend zentral in Unternehmen (vgl. ebd.). «Die Erweiterung des Informationsgrades sollte daher zumindest in Unternehmen nicht planlos verlaufen, sondern gezielt mit Mechanismen zur Selektion und Bewertung von Information verknüpft werden» (Ebd.). Die technologische Unterstützung der Informations- und Wissensspeicherung und Verarbeitung ist deshalb für ein Unternehmen grundlegend. Wie skizziert, ist ein einzelner Mensch nur beschränkt in der Lage, mit der heutigen Informationsflut umzugehen und dabei die empfangenen oder angeforderten Informationen beurteilen zu können. Darum ist es wichtig, dass sich ein Unternehmen auch mit der Flüchtigkeit des Wissens auseinandersetzt.

Die Flüchtigkeit von Wissen sollte in einem Unternehmen beschränkt sein. Je mehr Personen Wissen einsetzen und nutzen, desto systematischer und strukturierter muss damit umgegangen werden. Dies führt automatisch zu einer Abnahme der Flüchtigkeit. Dies geschieht jedoch nur, wenn das Wissen in einem Unternehmen gezielt eingesetzt und gefördert wird. Besteht jedoch ein Unternehmen nur aus individuellen Wissensträgern, so besteht die Gefahr, dass die Flüchtigkeit des Wissens innerhalb eines Unternehmens exponentiell zunimmt (Viele einzelne Wissensträger mit entsprechend hoher Flüchtigkeit des Unternehmenswissens).

Wissensträger und die Flüchtigkeit des Wissens aus aus Lehner, 2012, S. 6 nach Bach & Homp
Abbildung 13:Wissensträger und die Flüchtigkeit des Wissens15

«Auf der Ebene der Wissensträger kann die Flüchtigkeit des Wissens unabhängig von der Wissensart betrachtet werden. Man sollte daraus aber nicht voreilig die Notwendigkeit der Externalisierung und Dokumentation einer möglichst grossen Wissensmenge ableiten. Vielmehr ist dies eine indirekte Aufforderung zu einer aktiven und bewussten Gestaltung und Pflege der organisatorischen Wissensbasis in ihren vielfältigen Erscheinungsformen, wie dies im Wissensmanagement vorgesehen ist. » (Lehner, 2012, S. 7)



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